Francisco Javier Montiel, neuer Direktor de EWA

„Sich von Zeit zu Zeit neu zu erfinden kann eine Notwendigkeit oder eine Tugend sein, aber auch eine Lebenseinstellung.“
Bei Francisco Javier Montiel, dem neuen Direktor der EWA, ist genau das der Fall: Nach seinem Abschluss in spanischer Philologie an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) arbeitete er zunächst als Werbetexter, was ihn dazu veranlasste, einen zweiten Abschluss in Marketingmanagement (IEES) zu erwerben. In den 1980er- und 1990er-Jahren sammelte er Erfahrungen in den Bereichen Lehre, Sprache und Kultur, aber auch in der Wirtschaft und in Unternehmen. Ein derart interdisziplinäres Profil war zu dieser Zeit in Spanien ungewöhnlich, öffnete ihm aber die Türen zu einer Promotion, als er Anfang der 2000er-Jahre nach Deutschland zog. Dort arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Universität Jena und promovierte mit einer Arbeit über die Geschichte der Werbung in Spanien aus kultureller Perspektive.

Seine Laufbahn als Universitätsprofessor begann er am Department für Wirtschaft der HAW Hamburg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften). Dort hielt er Vorlesungen im Bachelorstudiengang International Management und im Masterstudiengang International Logistics and Management. 2012 wurde er Inhaber des Lehrstuhls Intercultural Management der Karlshochschule International University, wo er seine Tätigkeit in Lehre und Forschung fortsetzte und um Bereiche wie Diversity Management und Integration erweiterte. Mit seinem Fachwissen im Bereich der digitalen Lehre leistete er einen Beitrag zur Entwicklung der Universität. Außerdem war er Leiter der Bachelorstudiengänge Intercultural Management and Communication und International Business.

Der letzte Wechsel in seiner Laufbahn erfolgte mit der Entdeckung der dualen Hochschulbildung.

„Die duale Ausbildung hat in Deutschland eine lange Tradition und ist entscheidend, wenn man verstehen möchte, welchen Beitrag das Bildungssystem zur wirtschaftlichen und unternehmerischen Vorreiterrolle des Landes geleistet hat. Als ich mich über das Ausbildungskonzept der DHBW informierte, wurde mir klar, dass die Übertragung der dualen Philosophie auf die Lehre mit viel Arbeit verbunden war.“

Als er herausfand, dass man dank der EWA auch in Spanien die Möglichkeit zu einer dualen Hochschulausbildung hat, war er begeistert. Drei Monate nach seinem Amtsantritt als Direktor der EWA ist Francisco Javier immer noch davon überzeugt, dass es sich um eine der einzigartigsten und vielversprechendsten Hochschulen der gegenwärtigen Universitätslandschaft handelt.

„Die EWA hat alle Eigenschaften, die mich motivieren, meine Tätigkeit in der Hochschulbildung fortzusetzen: Ein duales System, das für mich nachhaltigste Konzept der Hochschulbildung, und eine internationale und interkulturelle Perspektive, die sich in sämtlichen Aspekten widerspiegelt: von der Organisationskultur über die Sprachen, die Inhalte und die Partnerhochschulen, bis hin zu den Biografien der Studierenden selbst. Es handelt sich um eine Einrichtung, in der der Mensch zählt und in der man die Studierenden dank der kleinen Kursgröße beim Namen kennt und interaktive Lehrmtehoden einsetzen kann. Dazu kommen angesehene und engagierte Dozierende und ein Team, das Dialog und gute Ideen großschreibt.“